Spannendes YouTube-Projekt im Gymnasium Dionysianum in Rheine

14. November 2017 - Schülerinnen und Schüler stellen physikalische Themen in einem Film dar

Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt wählte einen außergewöhnlichen Weg, Jugendlichen die manchmal etwas nüchternen MINT-Themen nahe zu bringen: Es führte mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Dionysianum Rheine im Rahmen eines viertägigen Workshops ein Filmprojekt durch.
 
Das Kreativteam, bestehend aus neun Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10, befasste sich mit einer Videoproduktion und den damit verbundenen Elementen wie dem Darstellen von physikalischen Zusammenhängen als Film.
 
Der Intensivworkshop vermittelte technische und rechtliche Grundfertigkeiten und ging Fragen nach wie: Was sind Bildsequenzen? Wie ist die zu Grunde liegende Technik aufgebaut? Wie kann ich eine Geschichte im Bild erzählen?
In der Kreativphase wurde der Filminhalt definiert. Ein Drehbuch wurde entworfen, um einen Leitfaden während der Dreharbeiten zu haben. Dies beinhaltet auch die Konzeption und Durchführung physikalischer Experimente, in die sich die Jugendlichen selbstständig einarbeiteten.
Bei der Post-Produktion wurden die Sequenzen gesichtet und per Schnitt und Animation zu einem Film zusammengefügt. Jana erzählte begeistert, dass es interessant sei, das Thema Physik in einem Video darzustellen. "In der Theorie ist Physik nämlich viel langweiliger als in der Praxis." Ihr Team hat sich die Frage gestellt "Wie funktioniert Schwarzlicht?" und erklärt im Video, was UV-Strahlung auslöst.
 
Am Ende entstanden vier Filme, die kurz vor den Weihnachtsferien im Rahmen des letzten Workshoptages vorgestellt wurden. Die Schülerinnen und Schüler wurden nicht nur in die Thematik der Videoproduktion eingearbeitet, sondern auch in das Thema Physik, das eigene Erschließen von MINT-Sachverhalten und der didaktischen Aufbereitung.
Lehrer Markus Heeke, der das Projekt betreut: "Das Projekt ermöglicht Einblicke in die digitalisierte Welt und hilft den Schülerinnen und Schülern bei der selbstständigen Entscheidungsfindung und den möglichen Realisierungsstrategien eines komplexen Films, auch unter Berücksichtigung der rechtlichen Anforderungen."
 
Im Mittelpunkt des Angebots stehen die Vermittlung und Vertiefung beruflicher Kenntnisse in der Videoproduktion. Das externe Film- und Physikerteam von Lekkerwissen aus Köln begleitete diesen Workshop und unterstützte die jungen Leute dabei, eigene Interessen und Kompetenzen zu erkennen.
Simon sieht den Mehrwert sowohl beim handwerklichen Arbeiten als auch beim physikalischen Verständnis. Er ist selbst studierte Lehrkraft und weiß, dass Physik für Schülerinnen und Schüler meist sehr trocken ist. "Ohne das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen, die Resultate können sich sehen lassen", zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Team des Dionysianums.
 
Auch Gabi Wenke vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt ist begeistert: "Der hohe Realitätsbezug - Jugendliche werden YouTuber - und die handlungsorientierende Arbeitsweise sind eine tolle Möglichkeit, MINT-Themen spannend darzustellen."
 
Gefördert wurde der Kurs im Rahmen des zdi-BSO-MINT-Programms, das durch die Mittel der Agentur für Arbeit und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert wird.

Der erste der vier Filme ist hier zu sehen: Die Instacloud