Was heißt Industrie 4.0? IT-Lehrer Rallye zeigte Praxisübung für den Unterricht

Workshop bei dem Unternehmen NFT Automatisierungssysteme GmbH in Ibbenbüren

Neun Lehrpersonen aus insgesamt sieben weiterführenden Schulen informierten sich im Rahmen der IT-Lehrerrallye.

Gastgeber war die NFT Automatisierungssysteme GmbH in Ibbenbüren.

Was heißt Industrie 4.0? Welche Anforderungen werden an die Schülerinnen und Schüler und potentiellen Auszubildenden gestellt, und welche Programmiersprachen gibt es eigentlich? Fragen, die insgesamt neun interessierte Fachlehrer aller weiterführenden Schulformen im Kreis Steinfurt dem Unternehmen NFT Automatisierungssysteme GmbH in Ibbenbüren gestellt haben – und die nicht unbeantwortet geblieben sind.

Der ausgebuchte Workshop mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik/ Industrie 4.0 zeigte, wie man durch eine fächerübergreifende Schulausbildung im Bereich der modernen, neuen Automatisierungstechnik (Naturwissenschaft, Kommunikation, soziale Kompetenz) an Lehrplaninhalte anknüpfen kann. Im Tagespraktikum saßen die Lehrer auf der „Schülerseite“, erhielten wichtige Informationen im Rahmen einer Betriebsführung und stellten gerne Fragen. Im Fokus stand hier der „Look inside“ und die Vermittlung von möglichen Praxisübungen für den Unterricht.

Wichtige Voraussetzungen für eine Ausbildung bei NFT sind nicht nur gute Schulnoten: „Von unseren Azubis wünschen wir uns sowohl soziale als auch technische und wirtschaftliche Kompetenz. Wir gebrauchen keine „Fachidioten“. Ein fächerübergreifender Austausch und Kenntnisstand ist immer wichtiger als ein rein fachbezogenes Know-how. Insofern haben wir uns sehr gefreut, dass wir mit den Lehrern zusammen diese Themen neben den fachbezogenen Themen besprechen konnten. Ein gut angelegter und gut organisierter Austausch, den wir gerne weiterhin unterstützen.“, so Geschäftsführer Frank Haacks.

Auch seitens der Schule war der Austausch ein voller Erfolg. „Durch solche Workshops erkennt man, welche Anforderungen von Firmen an ihre Auszubildenden und Mitarbeiter gestellt werden. Das ist aber auch die Gelegenheit darüber zu sprechen, welche Inhalte und Fähigkeiten Schülerinnen und Schüler von Seiten der Schule mitbringen können. Durch das ZDI wird dieser Austausch intensiv gefördert. So entsteht in den vielen Gesprächsrunden und Workshops ein Verständnis von beiden Seiten für beide alle Partner“, so Michael Förster, Lehrer am Goethe-Gymnasium in Ibbenbüren. Auch Gabi Wenke vom zdi-Zentrum Kreis Steinfurt zeigte sich erfreut über das sehr gut angenommene Workshop-Format: „Auch Lehrkräfte sollten in die Unternehmen gehen, denn sie spielen eine wichtige Rolle bei der Berufswahl. Sie nehmen neue Ideen und praxisnahe Beispielaufgaben mit in die Schule.“

Das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt unterstützt Unternehmen im Bereich der Nachwuchsarbeit in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Die Arbeit des zdi-Zentrums wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Dabei stehen die Vermittlung zu Schulen sowie das Ausarbeiten von MINT-Projekten im Vordergrund.