Das Berufskolleg macht MI(N)T

Das Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt hat nicht zuletzt durch die Fachklassen des Dualen Systems in der Berufsschule eine starke Basis im Bereich der mathematischen, informationstechnischen, naturwissenschaftlichen und technischen Anwenderberufe. Damit erschöpft sich das MINT-Engagement aber noch nicht, Projekte und Kooperationen verzweigen sich in nahezu alle anderen Bildungsgänge wie das Berufliche Gymnasium oder die Berufsfachschulen für Informationstechnik, Kosmetik und Umweltschutztechnik.

Projektlabor

Schüler, die selbst am Wochenende nicht genug von der Schule bekommen, findet man am ehesten im Projektlabor des Berufskollegs. In den bestens ausgestatteten Räumen tüfteln Schülerinnen und Schüler jährlich an Beiträgen für „Jugend forscht“, Platzierungen bis hin zum Bundesentscheid sind dabei in den letzten Jahren herausgesprungen. Doch die Konzentration auf den Wettbewerb ist noch nicht alles, im Projektlabor finden auch regelmäßig Workshops statt, an denen auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler anderer Schulen eingebunden und somit für Technik begeistert werden. Im Projektlabor werden den Naturgesetzen die Aufgaben des Lebensalltags auferlegt, praktische Fähigkeiten wie die Platinenfertigung oder Programmierung werden gelernt, weil Sie einer Idee dienen, die vom Lernenden unter Anleitung behutsam entwickelt wird.

MINT-Kurse

„Schlag ein!“ (Metallbearbeitung zum Mitnehmen), „Sei dein eigener Möbeldesigner“ oder „Natürlich Schön“ (Die Biologie von Haut und Haar) sind Kursangebote, die am Berufskolleg Rheine des Kreises Steinfurt für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an den umliegenden Partnerschulen angeboten werden. Fachlehrer des Berufskollegs stehen mit Rat und Tat zur Seite, um Angebote zu schaffen, die eine intensive Auseinandersetzung mit einem MINT-Thema ermöglichen. Der Clou dabei: Die Vielfalt des Berufskollegs ermöglicht eine breite Palette an Kursen, die unterschiedlichste Interessen ansprechen kann und somit den MINT-Gedanken möglichst vielen Interessierten schmackhaft macht. Da die Kurse immer über einen längeren Zeitraum laufen, können größere Produkte wie ein Longboard für Skater oder ein Linuxserver für Computerfans entstehen, die auch einen komplexeren Schaffensprozess erfordern.

Macht MI(N)T

Nicht nur der demografische Wandel erfordert einen größeren Aufwand bei der Anwerbung der zukünftigen Facharbeiter. Aus diesem Grund öffnet das Berufskolleg im Frühjahr an einem Tag die Türen, um Ausbildungsplatz-Suchende und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen. Auch hier steht die Praxisorientierung im Vordergrund: Die Betriebe entsenden eigene Auszubildende, wodurch die Interessenten einen authentischen Blick angeboten bekommen und vielleicht auch Fragen stellen mögen, die Sie mit einem Ausbilder nicht beim ersten Treffen ansprechen würden. Damit nicht nur geredet wird, bringen die Firmen Ausrüstung mit, die den Ausbildungsalltag abbildet – an diesem Tag wird gelötet, geschweißt, gefeilt und gerechnet, bis die Aufgabe gelöst wurde.

MINT-Tag

Einen kompakten Überblick über die Vielfalt der MINT-Bereiche erhalten die Schülerinnen und Schüler der Kooperationsschulen am MINT-Tag, wenn die verschiedensten Klassen und Bildungsgänge des Berufskollegs einen Parcours vorbereiten, der in freier Reihenfolge mit einem Laufzettel absolviert werden kann. Ob Geheimnisse des Friseurhandwerks, selbstgefertigte Rostbratwürste, Holz-Skulpturen oder Mini-Programme am Computer – vieles kann schnell ausprobiert werden, gleichzeitig aber schon einen ersten Eindruck über die Berufsmöglichkeiten im MINT-Sektor geben. Da beim MINT-Tag Lernende und Lehrende gemeinsam für das Programm verantwortlich sind, können verschiedenste Fragen geklärt werden – wieviel verdient ein Zimmerer-Auszubildender, wie früh muss man als Konditor aufstehen und welche beruflichen Aussichten hat ein Informationstechnischer Assistent?
Für die Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs bleiben die MINT-Themen auch während der Schulzeit präsent. Kooperationen mit den Betrieben und umgebenden Hochschulen dienen diesem Zweck ebenso wie die Werkstätten und moderne Fachräume, auch der 3D-Drucker bietet für verschiedene Ausbildungsbereiche einen Blick in die Zukunft der Arbeit.