Experimentieren großgeschrieben

Naturwissenschaftliche Bildung am Fürstenberg-Gymnasium

Schulteich in Recke
Chemieraum zum Experimentieren

Das Fürstenberg-Gymnasium Recke ist eine Schule in Trägerschaft des Bistums Münster mit aktuell 848 Schülerinnen und Schülern. Die Schule besitzt das Gütesiegel „Individuelle Förderung“ des Landes NRW.

In den MINT-Fächern gibt es ein vielseitiges Angebot für die Schüler, das von Wettbewerben, über Arbeitsgemeinschaften, bis hin zu außerschulischen Angeboten reicht. In der Sekundarstufe II besteht ein breites Angebot an Kursen. Mit Ausnahme des Faches Technik können die Schüler alle MINT-Fächer als Abiturfächer wählen. In den Experimentalfächern Biologie, Chemie und Physik werden durchgängig Leistungskurse angeboten. In allen Fachgruppen finden verschiedene praxisbezogene Projekte statt.

So kooperiert die Fachgruppe Biologie seit 10 Jahren mit dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück. Im Anschluss an ein dreiwöchiges Sozialpraktikum setzen sich die Schüler der Einführungsphase – auch unter ethisch-religiösen Gesichtspunkten - mit der Forschung an embryonalen Stammzellen auseinander. Dabei stellen Biologen und Theologen von der Universität ihre – meist sehr konträren - Standpunkte dar.

In der Qualifikationsphase führen die Schüler mit Hilfe von Experimentalkoffern molekulargenetische Experimente zum genetischen Fingerabdruck und zur Genregulation bei Bakterien durch. Zum Thema „neurodegenerative Erkrankungen“ ist der Neurobiologe Prof. Roland Brandt einen Tag lang in der Schule. Er führt die Schüler der Q2 dabei auch in die Formen universitären Lernens ein. Im Rahmen des Themas „Ökologie“ untersuchen die Bio-Kurse Gewässer der Umgebung. Der Schulgarten mit den Ökosystemen Trockenmauer und Teich wird in der Sekundarstufe I eingehend untersucht.

In der Fachgruppe Chemie verfügt die Schule über neu eingerichtete Räume, die auf das eigenständige Experimentieren der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind. Die Chemie-Leistungskurse absolvieren im zdi-Labor MExLab der Universität Münster Praktika zur instrumentellen Analytik und zur Komplexchemie. Wir wollen“, so Chemie-Lehrer Dr. Rainer Eising, „möglichst früh die Verbindung zwischen schulischem und universitärem Lernen aufbauen und so den Übergang ins Studium erleichtern!“

Im September dieses Jahres fand ein eintägiger Besuch bei der Firma Akzo Nobel in Ibbenbüren mit dem thematischen Schwerpunkt Chlor-Alkali-Elektrolyse statt. Ermöglicht und begleitet wurde dieser Tag durch das zdi-Zentrum Kreis Steinfurt.  In der Physik ist der „Rocket Day“ ein großes Ereignis für die Klassen 6 bis zur Q 1. Die Schüler, deren von Wasserdruck getriebenen Raketen am erfolgreichsten waren, nehmen an den Meisterschaften in der Mercator-Universität Duisburg teil. 

In „Natur und Technik“ der Klassen 8 und 9 lernen die Schüler u.a. das Programmieren mit Java. Ergänzt wird das naturwissenschaftlich-technische Angebot durch eine Roboter-AG, in der mit Lego-Robotern gearbeitet wird. Geleitet wird die AG durch den Physik- und Mathelehrer Daniel Lüttkemöller. Er besuchte auch den ersten Robotik-Arbeitskreis des zdi-Zentrum Kreis Steinfurt, um sich mit Lehrern anderer Schulen im Kreis Steinfurt auszutauschen.

Im Angebot „FBGanztag“ wird zu naturwissenschaftlichen Wettbewerben eingeladen. Hier treffen sich interessierte Schüler, die an Physik-, Biologie- und Chemie-Olympiaden oder anderen Wettbewerben teilnehmen wollen, in betreuten Gruppen zum Experimentieren, Recherchieren und Lösen kniffeliger Aufgaben.

Zur Förderung der Berufswahl bietet die Schule Besuche an den benachbarten Universitäten und Informationsveranstaltungen mit Ehemaligen aus Studium und Beruf an. Zudem lädt die Firma Krone Landmaschinen aus Spelle Schüler der Sek II zu Besichtigungen und Seminaren ein und stellt Berufschancen in der Schule vor. Das Fürstenberg-Gymnasium ist als Partner des zdi-Zentrum Kreis Steinfurt offen für weitere Kooperationen mit der Wirtschaft im Kreis Steinfurt.