Noch im Aufbau und doch längst angekommen

Gesamtschule Ibbenbüren

MINT-motiviert: Tüfteln in der Roboter-AG.

Die Gesamtschule Ibbenbüren ist vor vier Jahren unweit des Aasees in Ibbenbüren an den Start gegangen und wird mit jedem Jahr größer. Mit  Beginn des Schuljahres 2016/17 besuchen ca. 580 Schülerinnen und Schüler die Jahrgänge fünf bis neun.

In allen bisherigen fünf Anmeldedurchgängen überschritt die Zahl der angemeldeten Schülerinnen und Schüler jeweils deutlich die Anzahl der Plätze der vierzügigen Schule, sodass in jedem Jahr ein Losverfahren durchgeführt werden musste. Das längere gemeinsame Lernen im Ganztag wird in Ibbenbüren wie in so vielen Kommunen in NRW von Eltern angenommen. Seit einem Jahr ist die Gesamtschule Ibbenbüren eine Partnerschule des zdi-Zentrums und führte in diesem Sommer zum ersten Mal mit dem zukünftigen neunten Jahrgang eine MINT-Rallye durch, in der die Schülerinnen und Schüler Kontakt zu insgesamt 13 Unternehmen der Region aufnahmen und in spannenden Praxisübungen Berufsfelder und damit verbundene Ausbildungsberufe kennen lernten. Die Kooperation mit dem zdi-Zentrum passt hervorragend zum Konzept der Gesamtschule Ibbenbüren, die sowohl der Zusammenarbeit mit Unternehmen als auch der Förderung des  Naturwissenschaftlichen Unterrichts besondere Bedeutung zuschreibt. In allen Klassen findet technischnaturwissenschaftlicher Unterricht statt, ab Klasse 6 können Schüler das Fach Naturwissenschaften sogar als Hauptfach wählen. Im Jahrgang 5 gibt es Förderkurse für die besonders leistungsstarken Matheschüler.

MINT – Schon jetzt ein wichtiger Baustein im Schulleben
Der besondere Stellwert des MINT-Bereichs wird zum Beispiel deutlich, wenn man einen Blick auf das vielfältige Angebot der Arbeitsgemeinschaften wirft. Aus insgesamt 35 (!) Arbeitsgemeinschaften können die Schüler nach ihren Interessen auswählen. Viele dieser AGs finden in Kooperation bzw. mit Unterstützung diverser Firmen aus der Umgebung statt. U.a. folgende Unternehmen, die auch teilweise Partner des zdi-Netzwerks sind, sponsern für Arbeitsgemeinschaften diverse Materialien oder liefern Know-how in Form von kompetenten Mitarbeitern, welche spannende MINT-AGs leiten: Noltewerk Greven, AkzoNobel, Kröner Stärke, Hövermann, Gerhardi, NFT-Systeme, MBH-Hassink und OKE. Darüber hinaus nehmen die Gesamtschüler, welche Naturwissenschaften als Hauptfach gewählt haben, jedes Jahr am „Forschertag“ Grundschüler an die Hand und nehmen mit ihnen in verschiedenen Experimenten bestimmte Fragen unter die Lupe: Wie erkenne ich, ob ein Stoff magnetisch ist? Welche Eigenschaften hat Luft? Die Begeisterung für den MINT-Bereich soll so schon an die Jüngsten weitergegeben werden.

Forschertag: Gesamtschüler und Grundschüler forschen gemeinsam!

Wettbewerbe – MINT ganz praktisch
Einige Schüler nahmen unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erfolgreich an der Junior Science Olympiade teil. Beim RWE-Klimapreis gewann die Umwelt-AG den ersten Platz, beispielsweise mit dem Projekt „Insektenhotel“, bei dem ein wichtiger Beitrag zum Fortbestand einiger Insektenarten in Ibbenbüren geleistet und das System Stadtökologie  veranschaulicht wurde. Auch an den Mathe-Wettbewerben Pangea und Känguru, am zdi-Roboterwettbewerb sowie am Projekt „KlimaKidz" der EnergieAgentur.NRW nehmen die Gesamtschüler motiviert teil.

MINT in der Berufsorientierung
Gerade durch die heterogene Schülerschaft ist der Gesamtschule daran gelegen, das ganzheitliche Lernen mit Kopf und Hand zu fördern und mit vielfältigen Angeboten und Aktionen für den technisch-naturwissenschaftlichen Zweig zu begeistern. Alle Abschlüsse werden an der Gesamtschule angeboten, jeder Absolvent und jede Absolventin soll die Chance bekommen, in handlungsorientierten Angeboten zu prüfen, ob der MINT-Bereich für ihn oder sie nach dem Schulabschluss eine vielversprechende Perspektive ist. Einige Jugendliche sind schon jetzt MINT-begeistert: Für das erste Betriebspraktikum im Herbst 2016 haben sie spannende Praktikumsplätze in MINT-Firmen gesucht – und gefunden.