MINT am Kopernikus-Gymnasium in Rheine

Das Kopernikus-Gymnasium Rheine blickt auf ein nahezu 50-jähriges Bestehen zurück. Seit der Gründung als Jugendgymnasium im Jahre 1965 hat sich die Schule immer wieder neuen organisatorischen, gesellschaftlichen, als auch wirtschaftlichen Anforderungen gestellt, ist zahlenmäßig gewachsen und hat viele Entwicklungen erfahren.

Die Gründung der Schule ging auf Überlegungen zurück, der Textilstadt Rheine eine Ressource für technische Berufe und das Ingenieurwesen zu schaffen, um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften vor Ort zu decken.

Im Laufe der Zeit erfolgte 1992 die Einführung der Bilingualität. Damit wurde die Vermittlung interkultureller Kompetenzen des Gymnasiums ein wesentlicher Bestandteil der Schule. Neben Englisch und Französisch in der SI können die Schüler darüber hinaus die Fächer Spanisch und Russisch in der SII belegen. Gleichzeitig ist die Wahl von bilingualen Sachfächern in Biologie (ab Jg. 7), Erdkunde(ab Jg. 8) und Geschichte (ab Jg.9) möglich. Gleichgewichtige Bedeutung bekamen im Laufe der Jahre der musisch-theaterpädagogische Bereich sowie die Förderung der Sozialkompetenz durch Jahrgangsprojekte und einem Sozialpraktikum in Jg.9.

"Kopernikanisches Profil"
2002 erfolgte die Aufnahme des so genannten kopernikanischen Profils. Hier erhalten die Schüler Zusatzstunden in Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Mathematik. Schulleiter Tasso Eichel: „Der Standort Deutschland benötigt für die Zukunftssicherung den systematischen Ausbau der naturwissenschaftlichen Bildung. Deshalb richten wir neben dem verstärkten naturwissenschaftlichen Unterricht in der SI verlässlich in allen MINT- Fächern Leistungskurse ein. Gegenwärtig belegen über 50% der Schüler unserer Schule in der Q1 einen solchen Lk.“Das große Interesse der Schüler spiegelt sich auch in der regen Wettbewerbskultur( z.B. Mathematik-und Physikolympiade, Roboter-wettbewerbe oder „Jugend forscht“) und der Teilnahme an Projekten deutlich wieder. Doch es erfolgt nicht nur eine Förderung außergewöhnlicher Talente an der Schule, die immer wieder auch in Bundeswettbewerben erfolgreich abschneiden. „Naturwissenschaftliches Wissen, Kreativität und Leistungsstärke der Schüler müssen systematisch entwickelt werden und sind kein Zufallsprodukt“, so Fabian Wissing, der Koordinator der Naturwissenschaften am Kopi. Die breite Förderung erfolgt systematisch im Unterricht. Ausgehend von Alltagsphänomenen werden Fragestellungen entwickelt und beispielsweise in Schülerexperimenten untersucht. Eine Vielzahl an Schülern der Jg. 5 bis 12 kommt darüber hinaus zu den freiwilligen Arbeitsgemeinschaften, um zu experimentieren, zu tüfteln und zu programmieren.

Kooperation mit mittelständischen Betrieben
Als MINT Schule ausgezeichnet, ist es bereits lange Tradition der Schule, mit mittelständischen Betrieben in und um Rheine zu kooperieren, denn, so Physiklehrer Martin Czekalla: „Die Verzahnung von Theorie und Praxis als erlebte Anwendung überwindet die Grenzen des Unterrichts. Die Kooperation mit außerschulischen Partnern eröffnet für die Schüler neue Erfahrungsräume und gibt konkrete Einblicke in die technische und ökonomische Praxis zentraler Berufsfelder.“ Eine verstärkte Zusammenarbeit mit neuen Kooperationspartnern wird konsequent angestrebt, weitere interessierte Firmen sind als außerschulische Partner sehr willkommen.

Mit dem Blick über den Tellerrand der Schule hinaus ist das Kopi, heute als gebundene Ganztagsschule geführt, für die Zukunft gerüstet.

Mehr Informationen:

Fabian Wissing
Koordination der Naturwissenschaften
Tel.: 05971 6281
Kopi.Rheine@t-online.de

 

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