Marienschule goes MINT

An der Marienschule in Emsdetten ist die MINT-Förderung zu einem tragenden Pfeiler geworden…

Eines der derzeit „brennenden“ Themen in der  Berufswelt ist der Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften vor allem in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen. Die Marienschule hat sich schon vor ein paar Jahren  auf den Weg gemacht, diese zukunftsfähigen Arbeitsbereiche mit den Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) auf unterschiedliche Weisen gezielt zu fördern.
Das wirtschaftliche Umfeld der Marienschule  in Emsdetten bietet dafür die besten Voraussetzungen. Rund um Emsdetten finden sich eine Vielzahl  moderner, innovativer und marktführender mittelständischer Industriebetriebe, die die Nachwuchsförderung tatkräftig unterstützen. Die Eltern vieler Schülerinnen und Schüler sind in diesen Betrieben tätig. Daher  ist bei diesen Schülern schon über die Familie ein gewisses Interesse für  technische Berufe gegeben. Dieses Interesse bildet eine sehr gute Basis für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht, der Spaß macht.

Aber die Förderung von MINT-Angeboten erleichtert teils auch schulinterne Strukturprobleme: Zahlreiche Schüler haben  sprachliche Schwierigkeiten, die im Laufe der Schulzeit abgebaut werden müssen. Hier setzte die Marienschule auf ein Lernen mit Kopf und Hand, denn gemeinsames Experimentieren, Gestalten von Werkstücken, Zeichnen am PC oder Lösen von mathematischen Gleichungen kommt oft auch ohne ausdifferenzierte Sprache aus. Gemeinsames Arbeiten, Konstruieren im Wahlpflichtunterricht „LEGO-Technik“ oder das Herstellen eines Kunststoff-Kerzenhalters verbindet und schlägt Brücken, um miteinander ins Gespräch zu kommen und das über die Arbeit hinaus.

Der Bereich Arbeitslehre/Technik zählt in der Marienschule zu den  Schwerpunkten. Neben dem Fach Wirtschaftslehre werden die Schüler von Jahrgang 7 bis zum Jahrgang 10 durchgehend  zwei Stunden wöchentlich in Technik bzw. Hauswirtschaft unterrichtet. Im Bereich Technik werden in einzelnen Jahrgängen verschiedene Schwerpunkte gesetzt (Holz, Metall, Kunststoff, Elektronik). Im Bereich Informatik durchläuft an der  Schule jeder Schüler einen Halbjahreskurs, der Grundlagen im Umgang  mit dem PC vermittelt. Interessierte Schüler können  einen Aufbaukurs belegen. Darüber hinaus werden  im Wahlpflichtunterricht der Jahrgänge 7-10 unterschiedliche Kurse im technischen, physikalischen oder biologischen Bereich an.

Dabei gibt es keine Fokussierung auf ein Unterrichtsfach. Vielmehr steht die Verzahnung von verschiedenen Fächern im Mittelpunkt. Hier bietet sich das Zusammenwirken der naturwissenschaftlichen Fächer (Physik, Chemie, Biologie) an. Darüber animiert die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben Schüler dazu über den reinen Unterricht hinaus zu „Forschen“ und zu „Experimentieren“. Das „MINT-Camp“, „Jugend testet“, oder „Chemie entdecken“ sind dabei drei erwähnenswerte Beispiele, an denen die Schüler der Marienschule seit Jahren mit viel Spaß und Engagement teilnehmen.

Die MINT-Aktivitäten werden tatkräftig durch Kooperationen mit unterschiedlichen Firmen und Betrieben aus der Umgebung unterstützt. Die Marienschule sieht in einer  ausgeprägten Berufsvorbereitung mit Beteiligung der Wirtschaft die Möglichkeit, den Dialog zwischen der Schule und der Praxis zu fördern. So findet jährlich in der Marienschule eine große Berufswahlmesse statt, an der sich viele regionale Firmen, Betriebe, Arbeitgeber und Dienstleistungen vorstellen und die Schüler die Möglichkeit erhalten, hautnah zu erleben, wie ein späterer Beruf aussehen könnte. Die Jahrgänge 8-10 waren in den letzten Jahren regelmäßig zu Gast in der Kreishandwerkerschaft. Dort hatten sie die Möglichkeit, in verschiedene Ausbildungsberufe hinein zu schnuppern und auch selber „Hand an zu legen“.

Ein weiteres wichtiges Standbein an der Marienschule  ist die enge Zusammenarbeit mit der Elternschaft. Im  letzten Jahr wurde in einer Lerngruppe mit den Eltern gemeinsam an vielen Nachmittagen „gewerkelt“ und geschraubt. Letztlich entstand eine Ausstellung, die an der Schule als Mini-Phänomenta zu besichtigen ist. Hier sind viele verschiedene Experimentierstationen aus den Bereichen Physik und Technik zu sehen, die zum Ausprobieren, Experimentieren, Anfassen und Mitmachen einladen.

Das MINT-Profil der Marienschule soll auch in Zukunft weiter forciert werden. Daher ist die Freude über vermehrte Anfragen nach Auszubildenden für MINT-Berufe bei der Schulleitung natürlich besonders groß.  Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der intensive Kontakt der Lehrer und Schüler im Schulpraktikum, bei Betriebsbesichtigungen oder auch freiwilligen Ferienpraktika eine große Chance bieten, die Hauptschüler in gute Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. „Gerade die Ausrichtung als MINT-Schule bietet uns hier die Möglichkeit die Grundlagen für eine spätere Weiterqualifikation zu legen, die bei vielen unserer Schüler erst dann in das Blickfeld gerät, wenn sie schon lange die Schule verlassen haben. Die einst gelegte Saat braucht teilweise viele Jahre, bis sie endlich aufgeht“, führt Schulleiterin Erika Puls aus.

Mehr Informationen:

Marienschule Emsdetten
Erika Puls, Schulleiterin
Tel.: 02572 951050
kontakt@marienschule-emsdetten.de

 

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