Kleine Forscher ganz groß

Die Martin-Luther-Schule ist eine zweizügige evangelische Bekenntnisgrundschule in Greven mit rund 200 Schülern. In den letzten Jahren wurde der MINT-Bereich weiter ausgebaut. Seit 2014 ist die Schule zertifiziertes "Haus der kleinen Forscher""

Eine Spende der Fiege-Stiftung unterstützt die Einrichtung eines Forscherlabors
Schülerinnen und Schüler bereitet das Experimentieren große Freude

Möglich gemacht hat diese Zertifizierung neben dem großen Engagement des Kollegiums unter anderem
die großzügige Spende der Fiege-Stiftung über 7.000 Euro, dank derer die Einrichtung eines Forscherlabors in der Schule finanziert werden konnte. Individuelle Förderung, entdeckendes Lernen, das Wecken von Neugierde und Begeisterung sowie das Erlangen sozialer Kompetenzen sind an der Lutherschule im Fokus der täglichen Arbeit.

"Haus der kleinen Forscher"

Im Rahmen des Pilotprojekts bildeten sich eine Mitarbeiterin der Offenen Ganztagssschule (OGS) und eine Lehrerin in diesem Bereich fort. Barbara Schulze-Mastrup hat sich in Berlin als Moderatorin für die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ausbilden lassen und seit 2015 ist auch Lena Tecklenborg als Moderatorin für die Stiftung tätig. Gleichzeitig ist zur Stärkung des naturwissenschaftlich-technischen Bereichs im Foyer der Schule ein Forscherlabor entstanden. Dieses beinhaltet viele Experimentierboxen und andere Materialien, mit denen Kinder eigenständig oder angeleitet naturwissenschaftliche Phänomene entdecken können.
Das Forscherlabor nimmt sowohl in der Arbeit der OGS im Rahmen von AGs als auch im Sachunterricht der Grundschule einen festen Platz ein, so dass jedes Kind regelmäßig die Möglichkeit bekommt, selbst Antworten auf die vielen spannenden Fragen der Lebenswelt zu finden. Einmal wöchentlich treffen sich kleine Forscher, um an naturwissenschaftlichen Themen zu experimentieren.
Das Experimentieren fördert nicht nur die Neugier der Schüler für naturwissenschaftliche und technische Phänomene, sondern auch eine Reihe weiterer Basiskompetenzen, die die Kinder für ihren späteren
Lebensweg benötigen. Dazu gehören u.a. Sprachkompetenz, Sozialkompetenz und Feinmotorik sowie ein Zugewinn an Selbstbewusstsein und innerer Stärke. Die Martin-Luther-Grundschule möchte jedem Kind ermöglichen, seinen Forscherdrang aufrechtzuerhalten und mit Begeisterung naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen auf den Grund zu gehen.

Landeskampagne "Schule der Zukunft"

Am 22. März 2012 wurde die Martin- Luther-Schule erstmals mit dem Zertifikat „Schule der Zukunft –
Bildung für Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Seitdem bekam die Schule zwei Folgeauszeichnungen.
Grundlage für diese Auszeichnung waren die Arbeiten und Ergebnisse des Umweltprojektes „Wir werden Umwelt- und Klimaretter“.
„Unsere Umwelterziehung soll unsere Kinder befähigen, sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinander zu setzen, und ihre Bereitschaft sich umweltbewusster zu verhalten, steigern“, sagt Schulleiterin Marion Birgoleit. „Die Kinder erfahren, dass viele kleine Schritte zur Lösung eines großen Problems beitragen können.“ In den sachunterrichtlichen Themen Elektrizität, Lebensräume und Wasser wird stets die Einsicht vermittelt, dass jeder Mensch ein Stück Verantwortung für unseren Lebensraum übernehmen muss.

Weitere MINT-Angebote

Um auch die Kleinsten vom großen Angebot der Lutherschule profitieren zu lassen, hat die Schule die Forscher-Freunde ins Leben gerufen. In regelmäßigen Abständen werden die Vorschulkinder der Kooperationskindergärten eingeladen, um zusammen mit den Schülern spannende Experimente durchzuführen und naturwissenschaftliche Phänomene zu entdecken.
Erstmals in diesem Schuljahr bietet die Martin-Luther-Grundschule Schülern die Möglichkeit, sich mit Robotik zu beschäftigen. An einem großen Projekttag wurden Roboter von Kindern zum Leben erweckt. In regelmäßigen Abständen finden jetzt Robotik-AGs an der Schule statt.

Kooperation zdi

Die Lutherschule erhofft sich durch die Unterstützung des zdi-Zentrums Kreis Steinfurt eine engere Verzahnung mit ortsansässigen Unternehmen, um den MINT-Bereich weiter auszubauen und komplexe Themen bereits im Primarbereich kindgerecht anbieten zu können.